CDA-Sommerbereisung mit Wilhelm Korth MdL in Dülmen: Starkes soziales Netz beim SkF Dülmen-Coesfeld
Blick hinter die Kulissen am Kapellenweg: (v. l.) CDA-Kreisvorsitzender Valentin Merschhemke, Stellvertretende Kreisvorsitzende, Ulrike Prott, SkF-Geschäftsführerin Monika Schulz-Wehrmeyer und der Landtagsabgeordnete Wilhelm Korth (MdL) während des politiKommunale Sozial- und Infrastrukturpolitik lebt vom direkten Draht zu den Menschen und Institutionen vor Ort. Um sich ein Bild von der aktuellen Versorgungslandschaft und den veränderten Rahmenbedingungen im Kreisgebiet zu machen, hat der Kreisvorstand der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) unter der Leitung von Valentin Merschhemke seine diesjährige Sommerbereisung in Dülmen gestartet. Begleitet wurde die Delegation vom Landtagsabgeordneten und CDA-Bezirksvorsitzenden Wilhelm Korth (MdL).
Zum Auftakt informierte sich die CDA am Kapellenweg über die vielfältigen Aufgaben des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Dülmen-Coesfeld. Die strategische Zusammenlegung der ehemals eigenständigen Ortsvereine erweist sich heute als entscheidender Schritt, um Verwaltungskräfte zu bündeln und Fachkompetenzen flächendeckend vorzuhalten. Der funktionale Neubau, der 2023 bezogen und maßgeblich durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW sowie die Fernsehlotterie gefördert wurde, führt diese Fäden nun auch räumlich zusammen.
Geschäftsführerin Monika Schulz-Wehrmeyer lenkte den Blick beim Rundgang vor allem auf den niederschwelligen Charakter der Einrichtung: „Am Kapellenweg betreiben wir kein anonymes Verwaltungsgebäude, sondern einen Ort der praktischen Unterstützung für Menschen in Krisensituationen. Mit seinen neun Tätigkeitsbereichen ist der Verein wichtig für Dülmen und den Kreis – und er hilft wirklich Bedürftigen.“
Das Angebot, getragen von 42 Hauptamtlichen und rund 266 ehrenamtlichen Kräften, reicht von der Schwangerschaftsberatung über die Kindertagespflege bis hin zum Betrieb des Frauen- und Kinderschutzhauses.
„Hier wird professionelle Facharbeit mit einer unglaublichen menschlichen Wärme und ehrenamtlichem Herzblut verzahnt“, so das Fazit des CDA-Kreisvorsitzenden Merschhemke.
Vom Kapellenweg führte der Weg die CDA‘ler zu einem verkehrspolitischen „Brennpunkt“: der angekündigten Schließung des DB-Reisezentrums. Der Mietvertrag mit der Stadt ist bereits gekündigt, Mitte Dezember soll am Dülmener Bahnhof endgültig Schluss sein. Stattdessen setzt der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) künftig wie auch in Coesfeld auf Fahrkartenautomaten mit einer Videoberatung („PIA“), die in gut sechs Monaten auch in Dülmen und am Bahnhof Buldern stehen soll.
Aus einer aktuellen Blitzumfrage und den Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern, die die CDA eingefangen hat, resultiert jedoch erheblicher Unmut, Unverständnis und Kopfschütteln in der Bevölkerung. Online-Tickets und Video-Automaten können das kompetente Personal vor Ort nicht vollwertig ersetzen. Gerade für ältere Menschen, Menschen mit Einschränkungen oder Gelegenheitsfahrer ist die persönliche Beratung von Angesicht zu Angesicht schlicht unverzichtbar – sei es beim undurchsichtigen Tarif-Dschungel der Sonderangebote oder bei direkter Hilfestellung im Falle von Verspätungen. Der Landtagsabgeordnete und CDA-Bezirksvorsitzende Wilhelm Korth (MdL) fand im Rahmen der Bereisung deutliche Worte zu den Plänen der Bahn:
„Wer will, dass mehr Menschen den Zug nutzen, darf den Service vor Ort nicht abbauen. Das ist ein völlig falsches Signal für die Kundenfreundlichkeit und die gesamte Verkehrswende im ländlichen Raum. Online-Tickets und Video-Automaten können das kompetente Personal vor Ort nicht vollwertig ersetzen.“